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© 2021, FREILICHT – ein Projekt der Fabrik e.V.
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FREILICHT 4.-6. NOVEMBER 2021

AB 18h
HERZ JESU KIRCHE VISUAL PIANO – LICHTKUNST VON KURT LAURENZ THEINERT
STÜHLINGER KIRCHPLATZ LICHTPROJEKTION – LICHTKUNST VON SIGRID SANDMANN

– EINTRITT FREI —

KURT LAURENZ THEINERT

Der Fotograf und Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert (*1963) konzentriert sein Schaffen auf visuelle Erfahrungen, die nicht mehr bildhaft auf etwas verweisen. Er strebt vielmehr nach einer abstrakt-reduzierten Ästhetik, die ihn – durch den Wunsch nach weiterer Entmaterialisierung – von der Fotografie schließlich zum Medium Licht führte.

Er ist Live-Licht- und Medienkünstler. Seine VISUAL PIANO Performances werden auf der ganzen Welt gezeigt. Von Sao Paulo, London, Sydney, Berlin über New York bis Singapur.

Er schafft mediale Lichträume – live, abstrakt und raumfüllend – mit 360° Panorama-Projektionen. Es gibt keine technischen Verbindung zwischen Bild und den anderen beteiligten Künstlern (Musiker und Tänzer), um so einen spontanen, aktiven Dialog zwischen allen zu ermöglichen.

In Zusammenarbeit mit Philipp Rahlenbeck erfand er eigens dafür das weltweit einzigartige Instrument VISUAL PIANO, welches ihm ermöglicht, Räume mit Linien, Objekten und Farben in Echtzeit zu füllen ohne die Verwendung von vorgefertigten Elementen.

Die Aufführungen des Visual Piano von Kurt Laurenz Theinert in Begleitung der Musiker*innen in der Herz Jesu Kirche sind an den Festivaltagen jeweils um 18.30 Uhr, um 19.30 Uhr, um 20.30 Uhr und 21.30 Uhr.
Der Einlass in die Kirche ist jeweils eine halbe Stunde vorher (18/19/20/21 Uhr) und nur mit 2G-Nachweis und Maske möglich, es bedarf keiner Reservierung.

Musikalische Begleitung zum Visual Piano

Donnerstag, 4. November 2021, mit Ingmar Winkler
Der Live- und Studiogitarrist aus Freiburg studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen klassische Gitarre mit Diplomabschluss. Bereits während seines Studiums beschäftigte er sich mit Improvisationen. Auch ist er unter anderem Gründer des „Ingmar Winkler Quartett“s, in das er seine latin- und jazzorientierten Kompositionen einbringt.
Seine Improvisationsleidenschaft kommt im Zusammenspiel mit dem Visual Piano voll auf seine Kosten. Die Kirche mit ihrem großen Raumhall bietet eine großartige Herausforderung. Der Ton reagiert auf das Licht und die Lichtperformance wird stimuliert von den Sounds und Rhythmen der Gitarre. Sphärische Klänge, rockige Riffs und jazzige Strukturen gehen fließend ineinander über.

Freitag, 5. November 2021, mit Prof. Clemens Morgenthaler
Clemens Morgenthaler studierte Kirchenmusik und Gesang an der Musikhochschule Freiburg. Sein anschließendes Aufbaustudium an der Musikhochschule Basel in der Konzertklasse von Kurt Widmer und bei Gerard Wyss (Liedklasse) beendete er im Jahr 2003 mit Auszeichnung. Er lehrt Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und ist seit 2010 Professor für Gesang an der Hochschule Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch.
Zudem ist er Organist in der Herz-Jesu-Kirche und kennt die Orgel und die Kirchenakustik wie kein zweiter. An diesem Ort erklingt eine deutsch-romantische Orgel mit 45 Registern, erbaut vom Freiburger Orgelbauer Willy Dold. Zum Visual Piano wird er den Kirchenraum mit satten Orgeltönen füllen.

Samstag, 6. November 2021, mit Laima Adelaide
Die in Stuttgart lebende lettische Australierin studiert Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Schüttler und Prof. Stroppa. Sie beschäftigt sich mit Deep Techno und dessen verschiedensten Facetten sowie mit klassischer zeitgenössischer Musik. Zuvor hat sie ein Tonregiestudium an der Jazeps Vitols Latvian Academy of Music in Riga abgeschlossen.
In ihrer Musik arbeitet sie mit synthetischen Klangflächen, Synthesizern, Loops und Noise. So entstehen verflochtene Klangtexturen, welche sich durch langsame Veränderungen bewegen und so wunderbar mit dem Visual Piano interagieren lässt.

SIGRID SANDMANN

Die beteiligten Menschen vor Ort, deren in Sprache formulierte und in Worten bildhaft sichtbar gemachte Gedanken, sind meist die Hauptakteure der künstlerischen Konzepte von Sigrid Sandmann (*1959). Ihre Kunst ist besonders geprägt durch die gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Dennoch ist sie eine Künstlerin, die stets das gegenwärtige Geschehen in den Focus stellt. Ihr Werk ist nur denkbar mit dem ihr eigenen, kritisch respektvollen Rückblick auf die individuelle Geschichte der Personen, mit denen sie sich auseinandersetzt und die Historie der Orte, die sie erforscht. An jeder Stelle und zu jeder Zeit sich auch öffentlich äußern zu können, ist ein unschätzbares Privileg von Selbstbestimmung und Freiheit. Dieses Recht ist allerdings verbunden mit einer immensen Verantwortung für die Gemeinschaft. Der Erfolg der Künstlerin liegt deshalb nicht zuletzt in der hohen Sensibilität gegenüber den Menschen, denen sie offen und mit großer Wertschätzung bei ihrer Arbeit begegnet.

Zumeist ist der öffentliche Raum das Forum, auf dem Sigrid Sandmann ihre künstlerischen Positionen im Kontext zu Mitwirkenden und Betrachtern auslotet und definiert. Interviews, Bildbefragungen und Ortserkundungen vernetzt sie mit Typographie, digitalen Medien und Licht zu ihrem ganz persönlichen und unverwechselbaren Handwerkszeug, das ihr ermöglicht, aktuelle Inhalte im wirklichen Sinn des Wortes zu beschreiben und zu beleuchten.

Kommunikation, sich äußern, Verständigung mit Wörtern in Schrift und Sprache erzeugen – Inhalte, Informationen verstehen und durch Texte weitergeben – Wissen vermitteln, Beteiligung, Unabhängigkeit und Gleichberechtigung initiieren – all diese Aspekte finden sich in unterschiedlicher Gewichtung in den Projekten von Sigrid Sandmann und ziehen sich wie eine imaginäre Linie durch viele ihrer Arbeiten im In- und Ausland.

Die Projektion von Sigrid Sandmann auf der Kirchenfassade ist an den Festivaltagen jeweils von 18 – 22 Uhr ohne Zugangsbeschränkungen zu sehen, wir empfehlen jedoch dringend auf genügend Abstand zu achten und möglichst eine Maske zu tragen.

Wortfindungsamt

Die Künstlerin Sigrid Sandmann lädt am 14., 15. und 16. Oktober zur Worteinreichung ins WORTFINDUNGSAMT im Stühlinger Park ein. Alle interessierten Menschen aus Freiburg sind eingeladen, ein Lieblingswort im WORTFINDUNGSAMT einzureichen.
Gesucht werden Worte, die ganz speziell die Thematik des Platzes im Stühlinger Park aufgreifen, aber auch Worte, die eine darüber hinausgehende regionale Relevanz haben. Für alle, denen das zu konkret ist: Die Künstlerin nimmt auch Worte an, die es z. B. nur in der eigenen Familie gibt oder eigens erfundene Fantasieworte.

Aus den eingereichten Wörtern erstellt Sigrid Sandmann für das Freilicht-Festival 2021 eine Lichtprojektion, die vom 4. bis 6. November auf die Außenfassade der Herz Jesu-Kirche projiziert wird.

Öffnungszeiten: 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr.

Ab sofort bis zum 18. Oktober können Sie Ihr Wort auch per Mail an folgende Adresse senden: freilicht@wortfindungsamt.de
Für Schulklassen und größere Gruppen bitte mit Voranmeldung!